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Heinrich-Zschokke HausGemeinsamAktiv

Unser Pflegekonzept

Pflegekonzept - Ärztliche Betreuung - Ernährung

Das Pflegekonzept des Heinrich-Zschokke-Haus e.V. orientiert sich in wissenschaftlich-pflegerischer Hinsicht an dem Pflegemodell von Monika Krohwinkel.Aktivierende Pflege und rehabilitative Angebote sollen die noch vorhandenen Fähigkeiten erhalten bzw. stützen.

Ganzheitlichen Pflege

Zu einer ganzheitlichen Pflege gehört im "Heinrich-Zschokke-Haus" auch die Bemühung,

  • dem physischen Körper in seiner Gebrechlichkeit und den dazu kommenden Beschwerden alle körperbezogenen Hilfen und lindernden Anwendungen zu geben,
  • die lebenserhaltenden Stoffwechselprozesse und Lebenskräfte angemessen in Bewegung zu halten (z.B. über eine altersgemäße Ernährung und Bewegung),
  • die seelische Gestalt zu schützen und helfende Anregung zu geben, die eigene Biographie besser verstehen und annehmen zu können,
  • den individuellen geistigen Wesenskern - das Ich - unvoreingenommen zu achten und liebevoll anzunehmen.

Ärztliche Betreuung

Für die ärztliche Betreuung und Versorgung kann grundsätzlich der bisherige Haus- bzw. Facharzt zuständig bleiben - sofern er im Bedarfsfall zu Hausbesuchen bereit ist.
Im möglichen Rahmen kann die Fahrt zur Arztpraxis in Begleitung eines Betreuers von uns durchgeführt werden. Allerdings gibt es auch verschiedene Fachärzte, mit denen unser Haus zusammenarbeitet und die zu regelmäßigen Konsultationen ins Haus kommen.
Das nächstgelegene zuständige Krankenhaus ist das Gerresheimer Krankenhaus an der Gräulinger Straße.

Eine geborge Atmosphäre

Im Mittelpunkt der Bemühungen steht die Schaffung einer Atmosphäre, in der sich der alte Mensch geborgen fühlen kann, seine Selbstbestimmung so weit wie möglich erhält und zu eigenen Initiativen ermutigt wird.
Dazu gehören neben der Erstellung einer individuellen Pflegeplanung und einer fachgerechten Führung der Pflegedokumentation auch regelmäßige Bewohnerbesprechungen, an denen das Pflegeteam, der Soziale Dienst, unter Umständen andere Leistungsbereiche wie Küche und Wäscherei und auf Wunsch auch die Angehörigen beteiligt sind. Durch fortlaufende Schulungen unserer MitarbeiterInnen arbeiten wir an einer ständigen Qualitätssicherung und -entwicklung.
Der Wohn- und Pflegebereich ist in zwei Etagen mit jeweils 30 BewohnerInnen gegliedert. Jeder Wohnbereich wird von einem Pflegeteam - bestehend aus Pflegefachkräften, PflegehelferInnen und hauswirtschaftlichen HelferInnen - unter der Leitung einer Wohnbereichsleitung betreut. In jedem Pflegeteam ist zu jeder Zeit mindestens eine examinierte Pflegefachkraft anwesend. 

Nachtpflege und -betreuung

Für die Nachtpflege und -betreuung steht für jeden Wohnbereich eine Nachtwache zur Verfügung, wobei auch hier mindestens eine Pflegefachkraft im Dienst ist.

Ernährung

Für den Bereich der Ernährung ist es unser Ziel, den in unserem Hause lebenden Menschen eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Unser Ernährungskonzept orientiert sich grundlegend an einem erweiterten Verständnis für die sich beim alternden Menschen vollziehenden Lösungsprozesse. Das bedeutet, dass die Lebens- und Stoffwechselvorgänge, die sich in zunehmendem Alter allmählich aus dem physischen Anteil des Menschen zurückziehen, eine angemessene Stärkung und Harmonisierung erhalten. Z.B. gehört es zu den zentralen Alterungsprozessen, dass die Leibesorganisation an Wärme verliert, dass der Stoffwechsel sich vermindert und die allgemeine Regsamkeit nachlässt.

Eine Ernährung, die dabei unterstützend wirken möchte, muß so ausgerichtet sein, dass sie einerseits die geistige Individualität und ihr seelisches Erleben nicht zu sehr an den Leib fesselt, andererseits den Menschen nicht unterernährt und ihn damit seiner körperlichen Grundlage beraubt (z.B. durch falsch zubereitete oder unverdauliche Kost; aber auch ganz entscheidend durch die mangelnde "lebendige" Kraft in den Lebensmitteln).

Deshalb ist uns die Umsetzung unserer laufend sich erweiternden Kenntnisse um eine altersgerechte und ausgewogene Ernährung durch hochwertige Lebensmittel ein wichtiges Anliegen, vor allem bezüglich des Stoffwechsels, des Wärmehaushaltes, der Lebenskräfte und des allgemeinen Wohlbefindens. Dazu gehört ebenfalls, die durch die individuelle Biographie geprägten Vorlieben, Abneigungen und Gewohnheiten unserer Bewohnerinnen und Bewohner in die Speisengestaltung mit einfließen zu lassen.

Ebenso ist die Beachtung von jahreszeitlichen Rhythmen und Festeszeiten in der Gestaltung des Speiseplanes wiederzufinden. Um den dementiell beeinträchtigten alten Menschen nicht in seinem zeitlichen Orientierungssinn zu irritieren, gibt es z.B. "im Winter keine frischen Erdbeeren und im April keine Kürbissuppe".

Bei unserer täglich frischen und schonenden Zubereitung der Nahrung wenden wir technische Hilfsmittel ebenso bewusst und angemessen an wie die Kraft unserer Hände z.B. beim Schälen der Kartoffeln oder dem Putzen des Gemüseangebotes.

Fertigprodukte und Tiefkühlkost werden so weit wie möglich vermieden. Gentechnisch veränderte Lebensmittel und Alkohol in jedweder Form finden bei uns keine Verwendung, insoweit man dies heute aufgrund von Deklarationen nachvollziehen kann.

Die in unserer Küche zur Verwendung kommenden Frischgemüse und Frischobstprodukte, die Gewürze / Kräuter und unsere Brotsorten stammen aus überwiegend biologischem oder biologisch-dynamischem Anbau bzw. aus ebensolcher Herstellung. Unser Angebot an Kuchen, Torten und Festtagsgebäck wird (bis auf die "Berliner" zum Karneval) ausschließlich in unserer eigenen Küche hergestellt.

Sowohl bei Bedarf und ärztlicher Anordnung als auch auf Wunsch werden Sonder-kostformen, Diäten und vegetarische Kost zubereitet. Zwischenmahlzeiten und eine gesonderte Nachtmahlzeit gehören ebenfalls zum täglichen Nahrungsangebot.

Unsere Wochenend-Cafeteria SamSon wird ehrenamtlich und in eigener Regie geführt. Sie ist jeweils samstagsnachmittags und sonntagsnachmittags geöffnet und hält ein Kuchenangebot eines ansässigen Bäckers vor. Dort treffen sich gerne Bewohner, Angehörige und Nachbarn zu geselligen Gesprächen.

Die täglichen Mahlzeiten (das Frühstück, das Mittagessen, der Nachmittagskaffee, das Abendbrot) werden jeweils in den beiden Wohnbereichen gemeinsam eingenommen, da sie in ihrem Stellenwert als soziales Gemeinschaftserlebnis auch im betagten Alter wahrgenommen werden und einer möglichen Isolation vorbeugen sollen.

Deshalb ist unser Speisenverteilungssystem ein sogenanntes "Schöpfsystem", welches darauf beruht, dass die Speisenkomponenten in Schüsseln und auf Wärmeplatten im Wohnbereich angeboten wird. Auf diese Weise können die Bewohnerinnen und Bewohner ihren Bedürfnissen entsprechend die Zusammenstellung der Speisen als auch den Portionsumfang selbst bestimmen.

Auf Wunsch und bei Bettlägerigkeit werden allerdings die Mahlzeiten auch im Zimmer serviert bzw. angereicht.